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Kieler Nachrichten vom: 26.06.98 

Ob Englisch, Geschichte oder Physik: Es ging um die Titanic 

Achte Klasse widmete sich auch der ersten Klasse des Luxus-Liners 

Neumünster (sd) Der Hollywood-Film, die Ausstellung, Reportagen in allen Medien, tausende Seiten im Internet: Der Mythos Titanic boomt nach wie vor. Jetzt hat das "packende und motivierende" Thema auch Eingang in den Schulunterricht gefunden. In einem dreiwöchigen Projekt drehte sich in den zwei achten Klassen der Pestalozzischule in Neumünster alles um den gesunkenen Luxusdampfer. Als Abschluß wurde die Titanic-Ausstellung in Hamburg besucht. 

Kein Wunder, daß das Thema gut ankam und gut aufbereitet wurde: Klassenlehrerin Uta Hartwig und die Praktikantin Nicole Schmidt sind die Autorinnen vom ersten "Arbeitsbuch: Untergang der Titanic", das jetzt erschienen ist. 

Christof Meyhöfer (15) muß die Erste-Klasse-Kabinen auf dem Querschnittsplan der Titanic nicht lange suchen. Schließlich hat er im Rahmen des Projekts als Quartiermeister auf der Titanic angeheuert. Den Namen des Originals, Arthur John Bright, hat er am PC im Computerraum der Schule auf ellenlangen Passagierlisten ausgemacht. 

Corinne Mevius (14) ist für die Dauer des Projekts in die Rolle der Schauspielerin Dorothy Bishop Gibson geschlüpft. "Die junge Dame überlebte des Titanic-Unglück und spielte später in einer der ersten Verfilmungen eine Hauptrolle", hat Corinne recherchiert. 

Die Informationen für die Rollensuche der 47 Achtkläßler haben Uta Hartwig und Nicole Schmidt im Internet gesammelt. Das Thema Titanic wurde fächerübergreifend beleuchtet. Im Englischunterricht wurden Texte aus dem Internet übersetzt, in Geschichte der historische und soziale Hintergrund beleuchtet oder in Deutschstunden Reportagen und Bordtagebücher geschrieben. Und selbst für Physik bietet der dampfgetriebene Luxus-Liner reichlich Stoff. 

Das Arbeitsbuch haben Uta Hartwig und Nicole Schmidt, die Kieler Studentin arbeitete als Praktikantin an der Schule, als Vorbereitung für das Projekt verfaßt. Ein Schwerpunkt ist die Titanic im Internet mit einer umfangreichen Adressenliste. Da die Schule noch keinen Internet-Zugang hat, haben die Projektleiterinnen die besten Web-Seiten für die Schüler kopiert und in das Netzwerk des PC-Raumes an der Pestalozzischule eingespeist. 

"Der Verlag hat uns den Stoff aus den Händen gerissen, nach nur zwei Monaten lag das Buch gedruckt vor", schildert Uta Hartwig. In nur zwei Wochen seien bislang schon 500 Exemplare von Schulen, Titanic-Gruppen oder -Fans geordert worden. Das 95 Seiten dicke "Arbeitsbuch: Untergang der Titanic" (DIN-A-4) ist im Verlag an der Ruhr (ISBN 3-86072-373-1) erschienen. 

Kieler Nachrichten vom: 26.06.98 
 

Holsteiner Courier vom: 26.06.98 
Eingang: 26.06.98 um 00:02 
Titel: Der Untergang im Unterricht 
Ressort: Lokalnachrichten 
 
 

Es gibt Schüler, die spielen aus Langeweile im Unterricht Schiffe-versenken. Es gibt Lehrer, die machen aus versunkenen Schiffen einen so spannenden Stundenplan, daß alle mit Feuereifer dabei sind. Zwei achte Klassen der Pestalozzi- Schule dampften zwei Wochen lang auf Titanic-Kurs. 

Die Lehrerin Uta Hartwig und die Studentin Nicole Schmidt erdachten das Schulprojekt, das als Arbeitsbuch für Lehrer, Jugendgruppen und Workshops in einem Buch-Verlag erschienen ist. Über 500 Bestellungen gab es schon in den ersten Wochen. 

Sie wollten Unterricht einmal anders, sagten die beiden Pädagogen gestern. Nicht nur so "füttern" mit irgendwelchen Sachen im Frontalunterricht. Das aktuelle Thema Titanic sollte fächerübergreifend Brücken schlagen zu den Schülern. Die Jungen und Mädchen holten die Informationen über die Schiffstragödie aus den Schul-Computern, die zuvor mit Texten und Fotos aus dem Internet gespeist wurden. Das schult den Umgang mit moderner Technik. Die Klassen schrieben Telegramme und Tagebücher in Englisch und Deutsch. Das verbessert die Grammatik und die Fremdsprachen. Sie berechneten die Geschwindigkeit des Schiffes in den Stunden vor dem Zusammenstoß – Mathe-Unterricht am schwimmenden Objekt. 

Zu Beginn der Titanic-Reise suchten sich die 47 Pestalozzi- Schüler aus der Passagierlisten einen Namen aus. Sie studierten den Lebenslauf der Person und suchten, in welcher Kabine er oder sie lebte. Corinne Mewius (15) war "Dorothee Bishop-Gibson", ein weiblicher Passagier der ersten Klasse. Sie überlebte das Unglück von 1912 und spielte wenige Jahre später in einem ersten Titanic-Filme mit. Als Quartiermeister "Arthur John-Bright" kam Christoph Meyhöfer (15) heil durch die Projektwochen. Auch in Wirklichkeit schaffte John-Bright den Sprung in ein rettendes Boot. "Mich hat besonders der Film mit Augenzeugenberichten beeindruckt", sagt Corinne über den Besuch der Titanic-Ausstellung in Hamburg, der natürlich mit auf dem Stundenplan stand. 

Titantic war nicht nur ein Spaß für die Schüler. Die Leistungen in dieser Zeit werden benotet und fließen ins Zeugnis mit ein. Ob damit jemand untergeht, steht noch nicht fest. (hjs) 
 
 

Holsteiner Courier vom: 26.06.98 
 webmaster@courier.de 
 

 
 
Verlag an der Ruhr
"Arbeitsbuch: Untergang der Titanic“
von N. Schmidt und U. Hartwig.
95 Seiten,  Paperback. DIN A 4
36 DM. Geeignet ab ca. 10 Jahre.
 
ISBN 3-86072-373-1
Bestellmöglichkeit:
Tel.: 0208/495040
Fax: 0208/4950495
info@verlagruhr.de
 
Fragen und Kontakt:
hartwig@englischunterricht-online.de