Begriffsklärung: 
 
 
Die "Methode Glasgow" oder das "Storyline Modell"
 
Die "Methode Glasgow" ist auch als "Storyline Modell" bekannt und soll in einem fächerübergreifenden Themenkomplex (Topic) das Lernen in eine vorgegebene oder zu entwickelnde Geschichte (storyline) einbetten. Das Vorwissen der Kinder wird über die storyline in den Unterricht einbezogen. Anhand von "key-questions" werden Aktivitäten und Selbsttätigkeit der Kinder gefördert.
(vgl. Kohls, Inge-Marie und Kohls, Eckhard: "Methode Glasgow" - ein Weg, Unterricht zu öffnen. In: Die Grundschulzeitschrift. Dezember 1994, S. 7f)
Entsprechend haben wir in unserem Unterricht den Schülerinnen und Schülern "key-questions" zum Thema „Untergang der Titanic“ beziehungsweise "Reise durch die USA" vorgegeben und im weiteren Verlauf eigenaktives Lernen ermöglicht.
 

Gestaltungsansprüche zur Philosphie der Topic-Methode
Die Verselbständigung der Kinder geht nur über Selbsttätigkeit.
Handlungsorientierung: Konsequent vom Vorwissen und Können der Kinder ausgehen!

Kinder lernen am besten ganzheitlich.
Handlungsorientierung: Möglichst oft Aufgaben stellen, die alle Sinne ansprechen!

Lernen ist ein eigenaktives Geschehen; es wird durch sozial-kommunikative, anregende Situationen begünstigt.
Handlungsorientierung: Sooft wie möglich Gruppenarbeit organisieren!

Lernen braucht Freiheit, Kontext und Struktur.
Handlungsorientierung: Fächerübergreifende Handlungsfelder planen und über einen „didaktischen Leitfaden“ (situativ) strukturieren.

Lernen soll der Wirklichkeitsbewältigung dienen.
Handlungsorientierung: „Die Vorstellungswelt in den Köpfen der Kinder“ durch (simulative) Darstellungsformen konkretisieren und veröffentlichen - und der realen Lebenswirklichkeit gegenüberstellen!

Topic-Arbeit ist immer differenzierend und integrativ.
Handlungsorientierung: Schlüsselfragen leiten zielgleiche, aber niveau-differenzierte Lernepisoden ein. Alle erhalten ein identisches Lernangebot - niemand wird ausgeschlossen!

(Aus: Eckhard Kohls, Ein „Topic“ - was ist das? In: Grundschule 7-8/1995, S.46)

 
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